Nachrichten November 2019

Schüler sowie Eltern der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen bewiesen großes Herz: Für das Projekt „Weihnachtsaktion 2019 – Päckchen packen“ des Cafés Kleiderkiste konnten gut 100 Geschenke gesammelt werden. Die Schülermitverantwortung (SMV) der Schule hatte zuvor alle Klassen über die mögliche gute Tat informiert und schließlich die riesige Anzahl an Paketen eingesammelt. Nun werden die Jugendlichen die Kartons zum Verein ensohilft e.V. bringen. Von dort gehen diese schließlich weiter an bedürftige junge Menschen rund um Gunzenhausen und nach Osteuropa.

Ziel des Vereins ist es, Kindern zu helfen, denen es finanziell oder gesundheitlich nicht so gut geht. Durch ein Geschenk soll ihnen das Weihnachtsfest verschönert werden, sie erhalten einen Lichtblick im häufig tristen Alltag. „Wir freuen uns riesig über die große Resonanz, die wir auf unseren Aufruf erhalten haben“, zeigen sich Lehrerin Dunja Grünbaum sowie Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger (Diakonie) begeistert. Die beiden begleiten die SMV und unterstützen diese bei der Umsetzung ihrer Ideen. Die Schüler waren mit großem Engagement dabei, identifizierten sich rasch mit dem Projekt. Einige packten selbst einen Karton mit einem Kuscheltier, Puzzle, Kleidung oder auch Süßigkeiten. Für die restlichen Pakete sorgten dann die Eltern, die ebenso fleißig einpackten. „Wir wollten insbesondere in der Vorweihnachtszeit einmal nicht nur an uns selbst denken“, fasst Lea Schaller stellvertretend für ihre Mitschüler zusammen.

Damit das Projekt nicht in Vergessenheit geriet, wurden die Mittelschüler mehrmals per Durchsage durch die Mitglieder der SMV daran erinnert. Schließlich konnten die Jugendlichen mit Wägen ausgestattet die in den Klassenzimmern zwischengelagerten Päckchen einsammeln. „Dass es fast 100  werden, hatten wir dann doch alle nicht erwartet“, freuen sich die Organisatoren. „Etwas Gutes tun, tut einem selbst gut“, zogen sie schließlich ihr Fazit beim Blick auf die vielen weihnachtlich verzierten Kartons.

Mit einem lauten „Ruhe bitte“ verschafft sich der Regisseur Gehör. Die Schüler der Klasse 8b der Stephani-Mittelschule kommen dieser Anweisung nach, alle sind sogleich still, während nach einem „Kamera läuft“ der Dreh mit einem „Und bitte“ beginnt: Die Schüler spielen eine Szene auf dem Pausenhof. Zwei dunkelhäutige Jungen werden von Gleichaltrigen bloßgestellt, beleidigt und sogar verprügelt. Und das nur, weil sie eine andere Hautfarbe haben. Die Jugendlichen finden in ihnen ein Ventil für ihren Fremdenhass. Der Hintergrund dieser aufrüttelnden Szene ist folgender: Die Mittelschüler schlüpften im Rahmen des Projektes „Filmendes Klassenzimmer“ in die Rolle von Schauspielern, Statisten und nahmen Aufgaben an Kamera sowie Technik wahr. Gemeinsam mit zwei Klassen der Altmühlfranken-Schule konnten sie einen von den Jugendsozialarbeitern Carola Schmidt, Veronika Schmidtpeter (beide Landratsamt) und Thomas Pfaffinger (Diakonie) initiierten spannenden Tag in den Bavaria Filmstudios in München erleben.

In zuvor durchgeführten Unterrichtseinheiten zum Thema „Farbe bekennen! – Gegen Alltagsrassismus“ hatten sich die Jugendlichen mit den Menschenrechten, Diskriminierung und Rechtsextremismus intensiv auseinandergesetzt. (wir berichteten) Aus dem folgenden Wettbewerb – jede Klasse der 8. Jahrgangsstufe reichte ein kurzes Drehbuch zum Thema ein – ging schließlich die Klasse 8b der Stephani-Schule Gunzenhausen sowie die Klassen 7/8 der Altmühlfranken-Schule Weißenburg-Gunzenhausen als Sieger hervor. Mit ihren Klassenlehrern Claudia Walch sowie Ilona König und Martin Bosch machten sich mehr als 40 Schüler zusammen mit den Sozialpädagogen auf den Weg in die Filmstadt München. Dort wurden die Geschichten unter professioneller Anleitung zu den Filmen „Fremdenhass. Stopp“ und „Der Fußballaffe“.

Bevor es an den Dreh ging, musste jedoch das Drehbuch nochmals besprochen, manche Szene an die Örtlichkeiten angepasst und die Rollen verteilt werden. „Ein normaler Drehtag beim Film geht locker bis zu zehn Stunden“, machte der Regisseur deutlich. „So ein Drehtag ist richtig harte Arbeit.“ Dies wurde den Jungen und Mädchen rasch bewusst, obwohl sie für ihren Film nur gut drei Stunden am Set tätig waren. Für ihre Geschichte hatten sie darüber hinaus zwei Schlägereien ins Drehbuch geschrieben. Doch wie schlägert man sich eigentlich beim Film? Dies wurde sogleich mit dem Regisseur geübt – und zwar ganz ohne blaue Flecken, dafür aber mit umso mehr Körperbeherrschung und Konzentration. Anschließend ging es richtig los: Zwei der Schüler bezogen hinter der Kamera Stellung. Sie waren für die richtige Kameraeinstellung und den Ton zuständig. Nicht jede Szene saß auf Anhieb, vor allem die Dialoge waren eine große Herausforderung für die Nachwuchsschauspieler. „Es war richtig schwierig, ernst zu bleiben und nicht zu lachen“, berichtet einer der Achtklässler. Doch die Schüler bewiesen Durchhaltevermögen. Am Set herrschte durchwegs trotz winterlicher Temperaturen eine angenehm konzentrierte Atmosphäre, auch von mehrmaligen Szenenwiederholungen ließen sich die Jugendlichen nicht unterkriegen. Schließlich war die letzte Szene im Kasten, der Regisseur zufrieden und die Mittagspause mehr als verdient. Parallel zu den Mittelschülern drehten die Altmühlfranken-Schüler ihren Film. In diesem steht ein Fußballspiel im Mittelpunkt, bei dem ein ausländischer Junge erst ausgeschlossen wird, aber letztlich auf humorvoll dargestellte Weise einen Weg findet, doch mitzuspielen zu dürfen.

Anschließend erwartete die Teenager noch eine kurzweilige Führung durch Kulissen und Sets der Filmstadt sowie durch die Meilensteine der Filmgeschichte. Besonders viel Spaß machten den jungen Menschen hierbei die interaktiven Elemente, bei denen sie weitere Erfahrungen vor der Kamera sammeln konnten. Auch der Besuch des 4D-Kinos war natürlich ein Highlight. Doch der eigentliche Höhepunkt stand noch aus: Die Premiere der eigenen Filme. Diese wurden in der Zwischenzeit bearbeitet, geschnitten und mit Musik hinterlegt. Die Spannung war greifbar, als die Regisseure auf die „Play“-Taste drückten und die Filme auf die Leinwand projizierten. „Die Vorführung war ein richtiger Gänsehaut-Moment“, zeigen sich die Sozialpädagogen im Rückblick stolz auf das Erreichte. Auch die Schüler waren äußerst begeistert von ihren Werken, sie quittierten die Premieren jeweils mit großem Applaus.

Am Donnerstag, 1. November 2019 wurde nach längerer Bauphase der neu gestaltete Pausenhof sowie die Freisportanlage der Stephani-Schule in einer kleinen Feierstunde eingeweiht. Nach der Eröffnung durch einen „Rockigen Samba“ der Trommelgruppe der Klassen 5aG/6aG unter der Leitung von Cordula Salomon und dem Lied „Der Herbst ist da“ der Klasse 4cG unter der Leitung von Beate Peterreins begrüßte Karl-Heinz Fitz, Erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen die anwesenden Gäste und gab Hintergrundinformationen zur Baumaßnahme.

Die beiden Schulleiterinnen Cornelia Klaus, Rektorin der Grundschule und Sandra Wißgott, Rektorin der Mittelschule bedankten sich ebenso beim Ersten Bürgermeister und dem anwesenden Stadtrat wie die erste Schülersprecherin Pelin Kayis.

Nach dem Lied „Zwei kleine Wölfe“ durch die Klasse 4cG erläuterte die Landschaftsarchitektin Lucia Ermisch die Baumaßnahme und überreichte der Schule Bälle und Malkreiden.

Anschließend bestand die Möglichkeit, sich das neu gestaltete Gelände anzusehen und sich am Buffet zu stärken. In dieser Zeit konnten die Schüler auch erstmalig die eingebrachten Spielgeräte nutzen.

Nochmals ein herzlicher Dank an die Stadt Gunzenhausen für die gelungene Neugestaltung!

Am 06.11. 2019 war die Firma GEKA aus Bechhofen bei uns zu Gast. Während ihrer kurzweiligen Präsentation stellten sie den Schülern der Jahrgangstufen 8 bis 10 kurz den geschichtlichen Wedergang ihrer Firma und ihre Produktpalette vor.

Als Pinselfabrik im Jahr 1925 durch Georg Karl gegründet, folgte die Herstellung von Kosmetik Applikatoren mit Fokus auf Mascara und Kunststoffverarbeitung. Dieser heutige Geschäftsbereich GEKA Beauty umfasst Verpackungssysteme und Applikatoren für Mascara, Lipgloss, Eyeliner, flüssige Lidschatten, Nagellack und -pflege sowie Fertigprodukte. 1971 wurde die Handelsdivision VICTORIA erworben, welche heute unter GEKA Accessories läuft. Unter diesem Geschäftsbereich werden diverse Handelsprodukte für den Beauty-Bereich vertrieben.

Im Jahr 2016 wurde GEKA vom Schweizer Industriekonzern Sulzer erworben und ist nun Teil deren vierter Division “Applicator Systems”. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Stephan Schatz und Roland Blank.

Weiterhin wurden den Schülern die sechs unterschiedlichen Ausbildungsberufe (Fachinformatiker/in, Industriekaufmann/frau, Industriemechaniker/in, Technischer Produktdesigner/in, Verfahrensmechaniker/in, Werkzeugmechaniker/in) der Firma GEKA vorgestellt.

Ein Highlight waren für die Schüler die praktischen Tätigkeiten. Hierbei durften die Schüler Geräte, die die Firma mit ihren Auszubildenden gefertigt hat, testen.