Nachrichten Oktober 2021

Die Schülermitverantwortung (SMV) der Stephani-Mittelschule sorgte mit zwei Aktionen in der Woche vor den Herbstferien für eine gruselige Atmosphäre im Schulhaus: Für die fünften und sechsten Klassen wurde ein Kürbis-Schnitz-Wettbewerb veranstaltet, die höheren Jahrgänge erwartete ein Dekorations-Contest um „Das gruseligste Klassenzimmer“. Für die Siegerklassen gab es Süßigkeiten-Pakete und Gutscheine zu gewinnen.

„Beide Angebote stießen auf sehr große Resonanz und wurden von den Jungen und Mädchen mit viel Kreativität umgesetzt“, freuen sich Lehrerin Nadja Müller und Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger von der Diakonie. Die beiden haben in diesem Schuljahr die Betreuung der SMV übernommen. Die Ideen für die Aktionen kommen dabei direkt von den Schülern selbst, Müller und Pfaffinger unterstützen sie bei der Umsetzung. In einem ersten Schritt wurden so Flyer gestaltet und die beiden Wettbewerbe schließlich in den Klassen vorgestellt. Die Fünft- und Sechstklässler zeigten sich begeistert, bewiesen beim Aushöhlen und dem anschließenden Schnitzen viel Kreativität. Die Siebt- bis Neuntklässler machten sich sogleich an die Halloween-Dekoration ihrer Klassenzimmer. Bei der abschließenden Besichtigung der Räume gab es unter anderem reichlich Fledermäuse, Vampire und „blutige Hände“ zu sehen. „Viele Lehrer hatten den Kunstunterricht genutzt, um mit den Jungen und Mädchen gemeinsam zu basteln“, erzählt Nadja Müller. Dabei entwickelte sich rasch eine tolle Dynamik in den Klassen und das Dekorieren wurde zu einem Gemeinschaftserlebnis.

Die Auswahl des Sieger-Kürbisses und gruseligsten Klassenzimmers fand dann im Rahmen des wöchentlichen SMV-Treffens statt. In Form des „Spinnen-Kürbis“ der Klasse 5aG war der Gewinner rasch gefunden. Da sich alle Klassen sehr viel Mühe gegeben hatten, sollte es aber keine Verlierer geben. So brachten die SMV-Mitglieder alle abgegebenen Kürbisse mit Süßigkeiten gefüllt zurück in die jeweiligen Klassen. Über den Hauptgewinn – einen Eisdielen-Gutschein – für ihr dekoriertes Klassenzimmer durften sich die Schüler der Klasse 9cM freuen.

Hallpween 2021

Über eine positive Resonanz an ihren Wettbewerben „Kürbis schnitzen“ und „Das gruseligste Klassenzimmer“ freuten sich die Mitglieder der Schülermitverantwortung der Stephani-Mittelschule.

Mit einem gemeinsamen Besuch des Kinos Movieworld in Gunzenhausen endete die diesjährige Tätigkeit der Starthelfer der Stephani-Mittelschule. Die als Tutoren tätigen Neuntklässler sahen zusammen mit ihren Fünftklässlern den Film „Die Schule der magischen Tiere“ an. In den vergangenen Wochen konnten die jüngeren Schüler eine Vielzahl von Aktionen erleben – dies stärkt nachhaltig die Schulgemeinschaft, war aber auch eine Herausforderung für die Neuntklässler, die laut Sozialpädagogen Thomas Pfaffinger „viele Erfahrungen im Umgang mit Kindern sammeln konnten.“ Ermöglicht wurde das Projekt durch finanzielle Zuwendungen des Fördervereins der Stephani-Mittelschule sowie durch die St. Gumbertus Stiftung Ansbach.

„Ich habe gelernt, dass ich mehr Geduld im Umgang mit Kindern haben muss“, schildert Tutorin Sarah Schott. Ihre Starthelfer-Kolleginnen Sonia Ulinic und Stefania Bora stimmen ihr zu: „Bei den Aktionen mit den Fünftklässlern kam es nicht darauf an, alles perfekt zu machen. Vielmehr war wichtig, mit Spaß und Freude dabei zu sein.“ Oft war es eine für sie neue, unbekannte Rolle, in die die Neuntklässler schlüpfen mussten: „Es war wirklich schwierig, auch mal eine Spaßbremse zu sein und den jüngeren Schülern sagen zu müssen, was sie machen sollen.“

Trotz aller Herausforderungen haben sich die Neuntklässler „sehr tapfer geschlagen“, wie es Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger zusammenfasst. „Ebensolche Lernprozesse und Erfahrungen sind mir für die Tutoren sehr wichtig. Sie können in einem geschützten Rahmen stattfinden.“

StarthelferDer Spielplatz in Wald war das Ziel der Abenteuerwanderung. Die Tutoren der Klasse 5b
hatten sichtlich Freude bei der Aktion mit ihren Fünftklässlern. (Foto: T. Pfaffinger)

Die Neuntklässler waren seit Schuljahresbeginn für jeweils eine fünfte Klasse zuständig, führten anfangs Kennenlernspiele, eine Schulhausrallye sowie anschließend wöchentlich verschiedene Angebote durch. Die Bandbreite reicht hier von Minigolf-Turnieren, Schnitzeljagden durch die Stadt, Kochen und Backen im Jugendzentrum, Spielenachmittage bis hin zu Abenteuerwanderungen. „Die Resonanz war super, teils waren fast die kompletten fünften Klassen mit dabei“, freut sich Pfaffinger.

StarthelferDie Tutoren der Klasse 5c hatten mit ihren Fünftklässlern während
der Aktion „Sport & Spiel“ eine Menge Spaß. (Foto: T. Pfaffinger)

Diese hohe Resonanz war aber auch eine Herausforderung für die Tutoren: Es gab natürlich gelegentlich Konflikte zwischen den jüngeren Schülern, bei denen es galt, einzugreifen. Auch in den jeweiligen Tutoren-Teams lief nicht alles spannungsfrei. „Wir mussten uns erstmal zusammenraufen“, macht die 14-jährige Sarah Schott noch deutlich. „Dazu saßen wir nicht nur einmal zusammen, um eine gemeinsame Linie zu finden.“ Unter dem Strich ist es schließlich gelungen, die Fünftklässler positiv in ihren ersten Wochen an der Stephani-Schule zu begleiten. „Die jüngeren Schüler suchen immer wieder in den Pausen den Kontakt zu den Älteren und fragen bei Problemen direkt bei ihnen nach“, erläutert Pfaffinger. Er freut sich abschließend auch, dass „die älteren Schüler sichtlich an den Herausforderungen der vergangenen Wochen und ihrer Tätigkeit gewachsen sind.“

Der Telepräsenzroboter AV1 hilft Kindern und Jugendlichen mit einer Langzeiterkrankung wieder Anschluss an die Schule und ihr soziales Leben zu finden. Er fungiert als ihre Augen, Ohren und Stimme und vertritt sie überall dort, wo sie physisch nicht sein können, da sie sich im Krankenhaus oder zu Hause befinden. Der AV1 wird im Klassenzimmer auf der Schulbank platziert, während sich die Schülerin oder der Schüler von zu Hause oder dem Krankenbett mit dem Avatar verbindet. Der AV1 hat eine eingebaute Kamera und ein Mikrofon, um per Live-Stream den Präsenzunterricht zu übertragen. Über die AV1-App steuert die Schülerin oder der Schüler den AV1, dreht den Kopf, sieht den Stream und hört, was um den Avatar herum geschieht. Für die Verwendung der App ist ein mobiles Endgerät, sprich ein Tablet oder großes Smartphone nötig.

 

Übergabe Telepräsenzroboter AV1

Schulleiterin Sandra Wißgott, Erster Bürgermeister
Karl-Heinz Fitz, EDV-Abteilung Michael Pentza (Foto: M. Grosser)

Die Stephani-Mittelschule Gunzenhausen hat einen dieser Telepräsenzroboter AV1 zur Unterstützung langzeiterkrankter Schüler angeschaft. Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz übergab am 27. Oktober 2021 diesen Telepräsenzroboter nach einer kurzen Demonstration der Funktion durch Mitarbeiter der EDV-Abteilung der Stephani-Mittelschule. Ein herzlicher Dank für diese Unterstützung ergeht hiermit an unseren Sachaufwandsträger und dessen EDV-Abteilung.

Weitere Informationen unter: https://www.noisolation.com/de/av1

St. Gumbertus Stiftung

Die St. Gumbertus Stiftung Ansbach unterstützt ehrenamtliche Aktivitäten an der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen: Über eine großzügige finanzielle Zuwendung dürfen sich einerseits die Streitschlichter (1100€) und zudem die Tutoren (400€) freuen.

Gegründet wurde die Stiftung im Jahr 2007. Ihr Zweck ist unter anderem die Unterstützung ehrenamtlichen kirchlichen, sozialen und gesellschaftlichen Engagements von Einrichtungen.

Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger, der als Mitarbeiter der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen an der Mittelschule tätig ist und sich an die Stiftung wandte, überbrachte den Konfliktlotsen die frohe Botschaft während eines gemeinsamen Ausflugs: „Die Begeisterung bei den Schülern war natürlich riesig.“ Das Geld wird für das Seminar-Wochenende verwendet und hier dringend für die Durchführung benötigt. Geplant ist die Bildungsmaßnahme für das Frühjahr 2022. Während eines dreitägigen Aufenthalts auf der Burg Wernfels sollen sich die Jungen und Mädchen mit für die Mediation relevanten Inhalten auseinandersetzen. „Außerdem steht eine Stärkung des Wir-Gefühls im Mittelpunkt.“

Darüber hinaus wird durch die Gumbertus Stiftung die ehrenamtliche Tätigkeit der Starthelfer (Tutoren) gefördert: Seit Beginn des Schuljahres veranstalten die Neuntklässler für „ihre fünften Klassen“ vielfältige und abwechslungsreiche Aktionen. „Von einer Schnitzeljagd, Minigolf-Turnieren, Abenteuerwanderung bis zu Backen und Kochen im Jugendzentrum war bisher eine Menge geboten“, berichtet Thomas Pfaffinger.

Insgesamt werden an der Stephani-Mittelschule ehrenamtliche Tätigkeiten großgeschrieben: Neben den Streitschlichtern, Starthelfern gibt es noch die als Security tätigen Neuntklässler. In der Schülermitverantwortung (SMV) engagieren sich zudem Jungen und Mädchen, um das Leben an der Schule mit Projekten lebendiger zu gestalten.

WEir sagen Danke!

Die Streitschlichter der Stephani-Mittelschule sagen „Danke“ an die St. Gumbertus Stiftung Ansbach. Die Stiftung unterstützt die Tätigkeit mit einer Zuwendung über 1100€. (Fotografin: Vinotha Selvarajah)

Nur wenige Tage nach der Bundestagswahl durften die Schülerinnen und Schüler der Stephani-Mittelschule in Gunzenhausen an die Wahlurnen und ihre Stimmen abgeben: Rund 360 Jungen und Mädchen waren dazu aufgefordert, aus ihrer Mitte die Schülersprecher sowie Verbindungslehrer zu bestimmen. Lehrerin Nadja Müller und Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger organisierten die Veranstaltung, sie erhielten dabei tatkräftige Unterstützung durch die Schülermitverantwortung (SMV).

Wahlarena

„Acht Schüler kandidierten für das Amt des Schülersprechers, wobei die Vertreter aus den Klassen sieben bis neun kamen“, erläutern Müller und Pfaffinger die Hintergründe. „Der Schülersprecher ist sozusagen der Klassensprecher für die gesamte Schule.“ Die Gewählten setzen sich für die Belange ihrer Mitschüler ein und bringen diese beispielsweise in Gesprächen mit der Schulleitung an. Eine äußerst verantwortungsvolle Aufgabe, die es jedes Jahr aufs Neue an der Schule zu besetzen gilt. Im Vorfeld lief deshalb die Kandidatensuche in allen Klassen: Die Schüler konnten sich selbst vorschlagen oder ihre Klassenkameraden als mögliche Anwärter ins Spiel bringen. Anschließend wurde in Vorgesprächen abgeklärt, wer sich das Amt tatsächlich zutraut. Die verbliebenen Aspiranten hatten nun die Aufgabe, mit Wahlplakaten auf sich aufmerksam zu machen und sich mit ihren Zielen und wichtigsten Anliegen kurz darzustellen. Im Unterricht setzten sich zudem vorab alle Schüler mit der Wahl und deren Grundsätzen auseinander. So waren am Wahltag alle gut vorbereitet und wussten, was zu tun war.

smv

Richtig spannend wurde es in der „Wahl-Arena“ der Schule, die in der Turnhalle stattfand und gemäß den geltenden Corona-Bestimmungen ausgerichtet war. Moderiert von Nadja Müller, Thomas Pfaffinger und Praktikantin Vinotha Selvarajah stellten sich die Kandidaten hier dem Votum. Ein jeder hatte eine Rede vorbereitet, anhand derer es galt, die Mitschüler zu überzeugen. Ideen wie ein neuer Kaffee- und Teeautomat oder verschiedene Sportturniere wurden vorgetragen. „Den Kandidaten merkte man die Ernsthaftigkeit der Wahl mit zunehmender Dauer der Veranstaltung an, denn es wurde schließlich um jede Stimme gerungen“, wissen die Organisatoren zu berichten. Die Begleitung der Wahl sowie die Auszählung der Stimmen übernahmen schließlich die Mitglieder der SMV, sodass die Wahl nicht nur als demokratischer Prozess erlebbar wurde, sondern als Gemeinschaftserlebnis gelang. Nach einem über vierstündigen Wahlmarathon wurden Niruban Nimalan (173 Stimmen), Stefania Bora (151) und Edris Ali (91) als neue Schülersprecher bekanntgeben. Parallel hierzu bestimmten die Mittelschüler ihre Verbindungslehrer: Lena Fabricius und Thomas Eigenberger entschieden diese Wahl für sich.

SchülersprecherStefania-Maria Bora (9a), Niruban Nimalan (9cM), Edris Ali (9a)