Nachrichten 2019

Die Streitschlichter aus Weißenburg und Gunzenhausen trafen sich an der Stephani-Mittelschule zu einer gemeinsamen Weihnachts- und Jahresabschlussfeier. Neben WarmUp-Spielen zum „Wieder-Kennenlernen“ fand eine „Weihnachts-Arena“ statt. Bei der Spielaktion, die Praktikantin Daniela Russer vorbereitet hatte, traten die Konfliktlotsen in Teams in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an. Hierdurch wurde die Kooperationsfähigkeit der Schüler nochmals gefördert. Des Weiteren gab es zum gemütlichen Beisammensein Waffeln, Punsch und kleine Geschenke.

Weihnachts- und Jahresabschlussfeier der Streitschlichter

An ihren Schulen tragen die Jungen und Mädchen während des Jahres zu einer gewaltfreien Atmosphäre bei, sie helfen ihren Altersgenossen bei der Lösungssuche bei auftretenden Streitigkeiten. Die Kooperation zwischen Mittelschule und Altmühlfranken-Schule hat sich vielfach bewährt, zeigen sich die verantwortlichen Jugendsozialarbeiter Veronika Schmidtpeter, Carola Schmidt und Thomas Pfaffinger überzeugt. Die Ausbildung und Begleitung der Streitschlichter an den beiden Schulstandorten läuft in Form regelmäßiger Treffen. Darüber hinaus sehen sich die Jungen und Mädchen bei einem mehrtägigen Seminar-Wochenende, einer Abschluss-Aktion am Ende des Schuljahres sowie der nun stattgefundenen Weihnachtsfeier.

Nach einer Auffrischung der Kontakte wurden die Jugendlichen in mehrere Teams eingeteilt. Daniela Russer, die derzeit ihr Praktikum bei Diakonie-Mitarbeiter Thomas Pfaffinger absolviert, nahm sie schließlich mit in eine „Weihnachts-Arena“. Hier erwarteten die Schüler verschiedene kleine Spielaktionen: Weihnachtslieder erraten, ein X-Mas-Quiz, Lebkuchen-Wettessen und einen Kerzenausblas-Wettbewerb  mussten die Teilnehmer möglichst erfolgreich meistern. Diese Spiele garantierten viel Spannung und Spaß. Am Ende durfte sich ein Team über den Gewinn freuen – die Jugendlichen bekommen beim Seminar-Wochenende Anfang Februar 2020 eine Party-Pizza von den Jugendsozialarbeitern spendiert. Als Abschluss gab es für alle Streitschlichter noch kleine Geschenke. „Wir sind froh, dass wir euch bei uns an den Schulen haben! Danke für Euren Dienst“, gaben die Sozialpädagogen ihren Schützlingen noch mit auf den Weg in die verdienten Weihnachtsferien.

Sozialpädagogin Irene Rottler-Steiner von der Kirchlichen Allgemeinen Sozialarbeit (KASA) durfte sich für die Aktion Wunschbaum der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen über eine Spende in Höhe von 120 € freuen. Die Schülermitverantwortung (SMV) der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen hatte einen Weihnachtsverkauf organisiert, bei dem die Schüler Waffeln sowie Plätzchen erwerben und lustige Bilder an einer Fotobox machen konnten. Die Einnahmen aus dem Verkauf wollten die jungen Menschen einem guten Zweck zukommen lassen. Die Mitglieder der SMV überreichten nun ihre Spende und freuten sich, dass Irene Rottler-Steiner ihnen einige Einblicke und interessante Hintergründe in die Aktion Wunschbaum gab. Sie erfuhren, dass augenscheinlich kleine Wünsche wie Turnschuhe für den Sportunterricht oder ein Weihnachtsessen für leuchtende Kinderaugen sorgen. Rottler-Steiner bedankte sich bei den engagierten Schüler sowie Lehrerin Dunja Grünbaum und Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger. Für das nächste Jahr wurden bereits erste Ideen für eine noch intensivere Zusammenarbeit ausgetauscht.

Spendenübergabe

Leckerer Waffel- und Plätzchenduft lag in der Luft der Aula der Stephani-Mittelschule. Lange Schlangen  aus Schülern hatten sich in der 1. Pause gebildet, ein jeder wollte weihnachtliche Leckereien erwerben. Zudem gab es eine Fotobox, an der die Kinder und Jugendlichen mit Requisiten verkleidet lustige Bilder von sich machen konnten. Hintergrund war die diesjährige Weihnachts-Aktion der Schülermitverantwortung (SMV) der Schule. Die in dieser Arbeitsgemeinschaft tätigen Jungen und Mädchen organisierten den Verkauf und bewiesen soziales Engagement: Ein Großteil der Einnahmen wird für die Aktion Wunschbaum der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen gespendet.

Waffelverkauf

Im Vorfeld galt es für die Teenager, gemeinsam eine Menge zu planen. Als Erstes mussten Anschaffungen wie ein Selfie-Drucker finanziert werden: Zuwendungen durch den Förderverein der Stephani-Schule sowie die St. Gumbertus-Stiftung Ansbach machten den Aktionstag möglich. Neben den Einkäufen war es schließlich nötig, den Waffelteig vorzubereiten sowie die Plätzchen zu backen. Schokocrossies und Butterplätzchen wurden im Fach-Unterricht Soziales unter Anleitung der Lehrerinnen Doris Weiß-Hoffmann und Annemarie Meier zubereitet und in kleinen Geschenktüten ansprechend verpackt. Zudem richteten die Schüler schier riesige Mengen Waffelteig an. Schließlich musste der Hunger der beinahe 400 Mittelschüler gestillt werden, wobei sich auch manch ein Grundschüler eine leckere Waffel für die Pause gönnte. Außerdem finden wohl einige der Plätzchen-Tüten ihren Platz unter dem Weihnachtsbaum als Geschenk für die Eltern. Kinderpunsch und Tee standen außerdem bereit, um den Durst zu stillen

Foto-Box

Witzige Weihnachtsfotos für alle gab es schließlich an der Fotobox. Mit verschiedenen Verkleidungen wie Stirnbändern, Brillen oder Sprechblasen brachten sich die jungen Menschen in die passende Weihnachtsstimmung. Die geschossenen Bilder wurden sogleich ausgedruckt und konnten mitgenommen werden. Lehrerin Dunja Grünbaum und Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger (Diakonie) waren letztlich voll des Lobes für ihre Schützlinge: „Wieder eine schöne Aktion unserer SMV – mit einem positiven Effekt für andere.“ Schon vorab hatten sich die Mittelschüler entschieden, die Einnahmen an einen sozialen Zweck weiterzugeben. Als Empfänger wurde die Aktion Wunschbaum der Diakonie ausgewählt.

Vorleseaktion

In den vergangenen Wochen engagierten sich die Schüler, die vorwiegend aus den siebten bis zehnten Klassen kommen, darüber hinaus mit einer Vorlese-Aktion für die Grundschüler. In der Stephani-Halle hatten sie verschiedene Stationen mit Bewegungsgeschichten vorbereitet. Die Grundschüler der 1. und 2. Klassen zeigten sich begeistert von der Mitmach-Aktion und es ging gemeinsam mit den älteren Schülern auf eine Reise ins Land der Indianer oder auf eine abenteuerliche Schatzsuche.

Die Schüler der Deutschklasse der Stephani-Mittelschule erlebten einen ganz besonderen Nachmittagsunterricht: Initiiert von Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger ging es für die 14 Schüler nach Merkendorf zum Zuchtbetrieb von Anne Rück. Dort erwarteten die Jungen und Mädchen Huacaya Alpakas. Zusammen mit ihrer Klassenlehrerin Stefanie Hartl fand schließlich eine Alpaka-Wanderung über Feldwege, Wald und Wiese  statt – für Schüler wie Begleitpersonen ein ganz besonderes tierisches Erlebnis.

Sozialpädagoge Thomas Pfaffinger ist seit über zehn Jahren als Mitarbeiter der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen an der Stephani-Schule als Jugendsozialarbeiter tätig. Seit September hat er nun darüber hinaus die sozialpädagogische Begleitung der Deutschklasse übernommen. Deutschklassen (ehemals als Übergangsklassen bezeichnet) werden für Schülerinnen und Schüler angeboten, die als Quereinsteiger in das bayerische Schulsystem eintreten und nur wenige oder gar keine Deutschkenntnisse haben. Die Deutschklasse läuft seit diesem Schuljahr zudem im Ganztagesbetrieb. Hier bringt sich Pfaffinger mit ein, übernimmt Einzelfälle, unterstützt Klassenlehrerin Stefanie Hartl und organisiert verschiedene Aktivitäten. Eine ebensolche fand in Form der Alpaka-Wanderung statt. Hieran nahmen auch Leo Schott und Luke Fischer, Schüler aus der neunten Jahrgangsstufe, teil. Die beiden setzen sich für Integration an ihrer Schule ein und machen beispielsweise ehrenamtlich beim Sport-Unterricht am Donnerstag-Nachmittag mit. „Dadurch entstehen Kontakte, die es den Schülern der D-Klasse erleichtern, sich gut zurecht zu finden und hier anzukommen“, freuen sich Pfaffinger und Hartl. Die beiden sind davon überzeugt, „dass Integration in der Schule nur im Miteinander gelingen kann.“ Mit von der Partie bei der Wanderung war Sozialpädagogin Joana Sämann, die bei der Diakonie seit kurzem für den Jugendmigrationsdienst zuständig ist.

In gelöster Stimmung fand schließlich die Wanderung mit den Vierbeinern statt. Dabei gewannen die Alpakas mit ihrem originellen Aussehen sowie ihrem Charme rasch die Herzen der Schüler. Diese waren immer zu zweit für ein Tier verantwortlich und führten es im Wechsel. Nach einem Fußweg gab es eine kurze Rast, die letztlich ausgiebig dazu genutzt wurde, Selfies mit den Alpakas zu machen. Während dessen erfuhren die jungen Menschen von Züchterin Anne Rück einiges über die Herkunft, das Leben sowie die Besonderheiten der Alpakas. Nach der Wanderung ging es noch in den Stall, in dem unter anderem ein kleines Alpaka-Fohlen derzeit aufwächst. Manch einer der Schüler wollte sich hier gar nicht mehr von „seinem“ Alpaka trennen. Wieder einmal bewahrheitete sich die schmunzelnd von Anne Rück angebrachte Warnung: „Schau einem Alpaka nicht zu tief in die Augen, du könntest dich verlieben!“

Alpaka-WanderungDas Foto zeigt die gesamte Gruppe während der Wanderung

Die St. Gumbertus-Stiftung Ansbach bringt sich als Unterstützer dreier Projekte an der Stephani-Mittelschule ein. Die Stiftung fördert ehrenamtliches soziales Engagement. Entsprechend hat sich Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger an den Stiftungsrat gewandt und um Förderung folgender Projekte gebeten: das Tutorenprojekt der Starthelfer, die Weihnachtsaktion der Schülermitverantwortung sowie das Seminar-Wochenende der Streitschlichter.

Die Stephani-Mittelschule darf sich nun über Zuwendungen in Höhe von insgesamt 1450,- € freuen. „An unserer Stephani-Schule können sich die Jungen und Mädchen auf vielfältige Weise aktiv und ehrenamtlich in das Schulleben miteinbringen“, macht Pfaffinger deutlich. „Ob als Tutor, Konfliktlotse oder als Mitglied der SMV – jeder kann seinen Beitrag für eine lebendige Schule leisten.“

Die Ansbacher St. Gumbertus-Stiftung für ehrenamtliches soziales Engagement wurde im Jahr 2007 gegründet. Zweck der Stiftung ist unter anderem die Unterstützung ehrenamtlichen kirchlichen, sozialen und gesellschaftlichen Engagements von Einrichtungen.

Das Bild zeigt die Mitglieder der Schülermitverantwortung, die sich über eine
Förderung in Höhe von 200,- € für ihre Weihnachtsaktion freuen darf.

Schüler sowie Eltern der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen bewiesen großes Herz: Für das Projekt „Weihnachtsaktion 2019 – Päckchen packen“ des Cafés Kleiderkiste konnten gut 100 Geschenke gesammelt werden. Die Schülermitverantwortung (SMV) der Schule hatte zuvor alle Klassen über die mögliche gute Tat informiert und schließlich die riesige Anzahl an Paketen eingesammelt. Nun werden die Jugendlichen die Kartons zum Verein ensohilft e.V. bringen. Von dort gehen diese schließlich weiter an bedürftige junge Menschen rund um Gunzenhausen und nach Osteuropa.

Ziel des Vereins ist es, Kindern zu helfen, denen es finanziell oder gesundheitlich nicht so gut geht. Durch ein Geschenk soll ihnen das Weihnachtsfest verschönert werden, sie erhalten einen Lichtblick im häufig tristen Alltag. „Wir freuen uns riesig über die große Resonanz, die wir auf unseren Aufruf erhalten haben“, zeigen sich Lehrerin Dunja Grünbaum sowie Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger (Diakonie) begeistert. Die beiden begleiten die SMV und unterstützen diese bei der Umsetzung ihrer Ideen. Die Schüler waren mit großem Engagement dabei, identifizierten sich rasch mit dem Projekt. Einige packten selbst einen Karton mit einem Kuscheltier, Puzzle, Kleidung oder auch Süßigkeiten. Für die restlichen Pakete sorgten dann die Eltern, die ebenso fleißig einpackten. „Wir wollten insbesondere in der Vorweihnachtszeit einmal nicht nur an uns selbst denken“, fasst Lea Schaller stellvertretend für ihre Mitschüler zusammen.

Damit das Projekt nicht in Vergessenheit geriet, wurden die Mittelschüler mehrmals per Durchsage durch die Mitglieder der SMV daran erinnert. Schließlich konnten die Jugendlichen mit Wägen ausgestattet die in den Klassenzimmern zwischengelagerten Päckchen einsammeln. „Dass es fast 100  werden, hatten wir dann doch alle nicht erwartet“, freuen sich die Organisatoren. „Etwas Gutes tun, tut einem selbst gut“, zogen sie schließlich ihr Fazit beim Blick auf die vielen weihnachtlich verzierten Kartons.

Mit einem lauten „Ruhe bitte“ verschafft sich der Regisseur Gehör. Die Schüler der Klasse 8b der Stephani-Mittelschule kommen dieser Anweisung nach, alle sind sogleich still, während nach einem „Kamera läuft“ der Dreh mit einem „Und bitte“ beginnt: Die Schüler spielen eine Szene auf dem Pausenhof. Zwei dunkelhäutige Jungen werden von Gleichaltrigen bloßgestellt, beleidigt und sogar verprügelt. Und das nur, weil sie eine andere Hautfarbe haben. Die Jugendlichen finden in ihnen ein Ventil für ihren Fremdenhass. Der Hintergrund dieser aufrüttelnden Szene ist folgender: Die Mittelschüler schlüpften im Rahmen des Projektes „Filmendes Klassenzimmer“ in die Rolle von Schauspielern, Statisten und nahmen Aufgaben an Kamera sowie Technik wahr. Gemeinsam mit zwei Klassen der Altmühlfranken-Schule konnten sie einen von den Jugendsozialarbeitern Carola Schmidt, Veronika Schmidtpeter (beide Landratsamt) und Thomas Pfaffinger (Diakonie) initiierten spannenden Tag in den Bavaria Filmstudios in München erleben.

In zuvor durchgeführten Unterrichtseinheiten zum Thema „Farbe bekennen! – Gegen Alltagsrassismus“ hatten sich die Jugendlichen mit den Menschenrechten, Diskriminierung und Rechtsextremismus intensiv auseinandergesetzt. (wir berichteten) Aus dem folgenden Wettbewerb – jede Klasse der 8. Jahrgangsstufe reichte ein kurzes Drehbuch zum Thema ein – ging schließlich die Klasse 8b der Stephani-Schule Gunzenhausen sowie die Klassen 7/8 der Altmühlfranken-Schule Weißenburg-Gunzenhausen als Sieger hervor. Mit ihren Klassenlehrern Claudia Walch sowie Ilona König und Martin Bosch machten sich mehr als 40 Schüler zusammen mit den Sozialpädagogen auf den Weg in die Filmstadt München. Dort wurden die Geschichten unter professioneller Anleitung zu den Filmen „Fremdenhass. Stopp“ und „Der Fußballaffe“.

Bevor es an den Dreh ging, musste jedoch das Drehbuch nochmals besprochen, manche Szene an die Örtlichkeiten angepasst und die Rollen verteilt werden. „Ein normaler Drehtag beim Film geht locker bis zu zehn Stunden“, machte der Regisseur deutlich. „So ein Drehtag ist richtig harte Arbeit.“ Dies wurde den Jungen und Mädchen rasch bewusst, obwohl sie für ihren Film nur gut drei Stunden am Set tätig waren. Für ihre Geschichte hatten sie darüber hinaus zwei Schlägereien ins Drehbuch geschrieben. Doch wie schlägert man sich eigentlich beim Film? Dies wurde sogleich mit dem Regisseur geübt – und zwar ganz ohne blaue Flecken, dafür aber mit umso mehr Körperbeherrschung und Konzentration. Anschließend ging es richtig los: Zwei der Schüler bezogen hinter der Kamera Stellung. Sie waren für die richtige Kameraeinstellung und den Ton zuständig. Nicht jede Szene saß auf Anhieb, vor allem die Dialoge waren eine große Herausforderung für die Nachwuchsschauspieler. „Es war richtig schwierig, ernst zu bleiben und nicht zu lachen“, berichtet einer der Achtklässler. Doch die Schüler bewiesen Durchhaltevermögen. Am Set herrschte durchwegs trotz winterlicher Temperaturen eine angenehm konzentrierte Atmosphäre, auch von mehrmaligen Szenenwiederholungen ließen sich die Jugendlichen nicht unterkriegen. Schließlich war die letzte Szene im Kasten, der Regisseur zufrieden und die Mittagspause mehr als verdient. Parallel zu den Mittelschülern drehten die Altmühlfranken-Schüler ihren Film. In diesem steht ein Fußballspiel im Mittelpunkt, bei dem ein ausländischer Junge erst ausgeschlossen wird, aber letztlich auf humorvoll dargestellte Weise einen Weg findet, doch mitzuspielen zu dürfen.

Anschließend erwartete die Teenager noch eine kurzweilige Führung durch Kulissen und Sets der Filmstadt sowie durch die Meilensteine der Filmgeschichte. Besonders viel Spaß machten den jungen Menschen hierbei die interaktiven Elemente, bei denen sie weitere Erfahrungen vor der Kamera sammeln konnten. Auch der Besuch des 4D-Kinos war natürlich ein Highlight. Doch der eigentliche Höhepunkt stand noch aus: Die Premiere der eigenen Filme. Diese wurden in der Zwischenzeit bearbeitet, geschnitten und mit Musik hinterlegt. Die Spannung war greifbar, als die Regisseure auf die „Play“-Taste drückten und die Filme auf die Leinwand projizierten. „Die Vorführung war ein richtiger Gänsehaut-Moment“, zeigen sich die Sozialpädagogen im Rückblick stolz auf das Erreichte. Auch die Schüler waren äußerst begeistert von ihren Werken, sie quittierten die Premieren jeweils mit großem Applaus.

Am Donnerstag, 1. November 2019 wurde nach längerer Bauphase der neu gestaltete Pausenhof sowie die Freisportanlage der Stephani-Schule in einer kleinen Feierstunde eingeweiht. Nach der Eröffnung durch einen „Rockigen Samba“ der Trommelgruppe der Klassen 5aG/6aG unter der Leitung von Cordula Salomon und dem Lied „Der Herbst ist da“ der Klasse 4cG unter der Leitung von Beate Peterreins begrüßte Karl-Heinz Fitz, Erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen die anwesenden Gäste und gab Hintergrundinformationen zur Baumaßnahme.

Die beiden Schulleiterinnen Cornelia Klaus, Rektorin der Grundschule und Sandra Wißgott, Rektorin der Mittelschule bedankten sich ebenso beim Ersten Bürgermeister und dem anwesenden Stadtrat wie die erste Schülersprecherin Pelin Kayis.

Nach dem Lied „Zwei kleine Wölfe“ durch die Klasse 4cG erläuterte die Landschaftsarchitektin Lucia Ermisch die Baumaßnahme und überreichte der Schule Bälle und Malkreiden.

Anschließend bestand die Möglichkeit, sich das neu gestaltete Gelände anzusehen und sich am Buffet zu stärken. In dieser Zeit konnten die Schüler auch erstmalig die eingebrachten Spielgeräte nutzen.

Nochmals ein herzlicher Dank an die Stadt Gunzenhausen für die gelungene Neugestaltung!

Am 06.11. 2019 war die Firma GEKA aus Bechhofen bei uns zu Gast. Während ihrer kurzweiligen Präsentation stellten sie den Schülern der Jahrgangstufen 8 bis 10 kurz den geschichtlichen Wedergang ihrer Firma und ihre Produktpalette vor.

Als Pinselfabrik im Jahr 1925 durch Georg Karl gegründet, folgte die Herstellung von Kosmetik Applikatoren mit Fokus auf Mascara und Kunststoffverarbeitung. Dieser heutige Geschäftsbereich GEKA Beauty umfasst Verpackungssysteme und Applikatoren für Mascara, Lipgloss, Eyeliner, flüssige Lidschatten, Nagellack und -pflege sowie Fertigprodukte. 1971 wurde die Handelsdivision VICTORIA erworben, welche heute unter GEKA Accessories läuft. Unter diesem Geschäftsbereich werden diverse Handelsprodukte für den Beauty-Bereich vertrieben.

Im Jahr 2016 wurde GEKA vom Schweizer Industriekonzern Sulzer erworben und ist nun Teil deren vierter Division “Applicator Systems”. Das Unternehmen beschäftigt ca. 1000 Mitarbeiter. Geschäftsführer sind Stephan Schatz und Roland Blank.

Weiterhin wurden den Schülern die sechs unterschiedlichen Ausbildungsberufe (Fachinformatiker/in, Industriekaufmann/frau, Industriemechaniker/in, Technischer Produktdesigner/in, Verfahrensmechaniker/in, Werkzeugmechaniker/in) der Firma GEKA vorgestellt.

Ein Highlight waren für die Schüler die praktischen Tätigkeiten. Hierbei durften die Schüler Geräte, die die Firma mit ihren Auszubildenden gefertigt hat, testen.

„Ich konnte mit dazu beitragen, dass sich die Fünftklässler besser kennenlernten – habe auch erfahren, wie anstrengend Kinder sein können“, zieht Leo Schott aus der Klasse 9b der Stephani-Mittelschule sein Fazit. Der 15-Jährige war einer der an der Schule tätigen Starthelfer. Als Tutor nahm er sich mit 16 weiteren Neuntklässlern den neuen Fünftklässlern an, unterstützte diese in der Zeit bis zu den Herbstferien und stand ihnen als Ansprechperson zur Seite. Hierfür wurden wöchentlich verschiedene Aktionen mit den Jüngeren durchgeführt. Zum Abschluss ging es nun für alle gemeinsam zu einem Besuch ins Movieworld-Kino. Dort erwartete die Teilnehmer der Film „Shaun das Schaf 2 - UFO-Alarm“.

„Zuvor gab es für die neuen Schüler ein abwechslungsreiches Programm, das sie durch die ersten Wochen des Schuljahres begleitete“, berichtet Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger von der Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen. Julia Hetzner unterstützte als Ehrenamtliche die Durchführung des gesamten Projektes. Neben einem gesunden Frühstück, Sport in der Halle, Minigolf-Turnieren am Altmühlsee sowie Besuchen der Spieloase Jola waren besonders die Schnitzeljagden quer durch Gunzenhausen Highlights für alle. Mit einfachen Mitteln konnten sich hier die Kinder und Jugendlichen abseits vom Schulalltag kennenlernen, gemeinsam eine Menge Spaß sowie kleine Abenteuer erleben. Hinzu kamen noch Back- und Kochnachmittage im städtischen Jugendzentrum, bei denen sich einige der Tutoren richtig ins Zeug legten. „Leckere Pizzen und aufwendige Kuchen sorgten für große Freude und leuchtende Kinderaugen“, schildert Pfaffinger.

Auch für die Starthelfer selbst brachte ihre Tätigkeit eine Menge an lohnenden Erfahrungen mit sich, wie die folgenden Aussagen deutlich machen: „Mir hat es echt super gefallen! Ich habe gelernt, dass es wichtig ist, konsequent zu sein.“ (Luke Fischer, Klasse 9b), „Ich fand es super, ein Starthelfer zu sein – auch wenn man bei manchen Kindern echt viel Geduld braucht“ (Jan Subkowski, 9a), „Ich habe gelernt, offener vor anderen zu reden“ (Marina Sawazky, 9a). Für ihren Dienst erhalten die engagierten Teenager noch ein Zertifikat, das sie ihren zukünftigen Bewerbungen beilegen können.

Die Aktionen der Tutoren, deren Durchführung vom Förderverein der Stephani-Mittelschule sowie der Gumbertus-Stiftung Ansbach maßgeblich finanziert wurde, haben sich also in vielfältiger Weise gelohnt, wie Pfaffinger letztlich nochmals untermauert: „Sogar die Neuntklässler haben sich durch die Gemeinschaftsaktionen untereinander nochmals viel besser kennengelernt. So manche Starthelfer-Gruppe musste sich jedoch erst zusammen raufen, um dann als Team gut arbeiten zu können.“

Am Montag, 21. Oktober 2019, fand an der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen wieder das Planspiel „Bewerbungsgespräche“ für 63 Schüler der 9. und 10 Jahrgangsstufen statt.

Ziel dieses Projektes war, dass Mitarbeiter von 21 regional ansässiger Firmen aus Ihrer beruflichen Erfahrung heraus den Schülern wichtige Hinweise zum Verhalten bei Bewerbungs- und Vorstellungsgesprächen gaben. Mit Zeugnis, Bewerbungsschreiben und Lebenslauf ausgerüstet traten die Schüler zum Vorstellungsgespräch an. Dazu wurden mehrere Klassenzimmer zu Personalbüros umfunktioniert. Nach der Simulation bekamen die Schüler eine kurze Rückmeldung und Verbesserungsvorschläge. Tipps von Experten zu Formulierungen im Bewerbungsschreiben, zu Kleidung und Frisur, zum Redeverhalten und zu höflichen Umgangsformen konnten für unsere Schüler eine sehr wertvolle Hilfe zu einem erfolgreichen Start in das Berufsleben sein. Die beteiligten Firmen:

Die Achtklässler der Stephani-Mittelschule und der Altmühlfranken-Schule an den Standorten in Weißenburg sowie Gunzenhausen setzten sich im Rahmen des Projektes „Farbe bekennen! – Gegen Rassismus im Alltag“ mit den Themen Menschenrechte, Diskriminierung, Rassismus und Hass im Netz (sogenanntem „Hate Speech“) auseinander. Initiiert wurden die Unterrichtseinheiten, die als Einstieg zum Projekt Filmendes Klassenzimmer dienten, von den Jugendsozialarbeitern Veronika Schmidtpeter, Carola Schmidt (beide vom Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen) sowie Thomas Pfaffinger (Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen). Unterstützend brachte sich zudem Schulsozialpädagogin Lisa Knorr mit ein.

„Alle Menschen haben Vorurteile und Vorhaltungen gegenüber anderen“, führt Veronika Schmidtpeter den erstaunten Schülern vor Augen. „Mit Vorurteilen und auch mit Rassismus ordnen wir unser Leben in bestimmte Kategorien – und damit finden wir uns einfacher im Alltag zurecht. In gewisser Weise sind wir alle rassistisch.“ Rassismus ist also allgegenwärtig, ob im Supermarkt um die Ecke oder in seinen neuesten Formen als Hasskommentare im Netz. Insbesondere der schleichende Übergang zu Diskriminierung führt dazu, dass Menschen herabgewürdigt und benachteiligt werden. Anhand eines Filmbeitrags von Ali Can, der als Initiator einer „Hotline für besorgte Bürger" national wie international bekannt geworden ist, wird deutlich, dass Menschen nicht pauschal in die rechte Ecke gestellt werden dürfen, sondern vielmehr das Gespräch mit ihnen gesucht werden sollte.

Im Folgenden beschäftigen sich die Jungen und Mädchen mit den Menschenrechten. Diese gelten – im Gegensatz zu den Bürgerrechten, die nur für deutsche Staatsbürger Anwendung finden – für alle Menschen in unserem Land. Menschenrechte sind angeboren und können weder verliehen noch aberkannt werden. Die Jugendlichen erarbeiten, was sich hinter Artikel 1 „Alle Menschen sind gleich und frei“ oder Artikel 15 „Jeder hat das Recht auf eine Staatsangehörigkeit“ verbirgt und wie diese Rechte mit Leben gefüllt werden.

Anhand der Spielaktion „Alle, die …“ wird den Schülern nahe gebracht, wie leicht es ist, Menschen in bestimmte Kategorien einzuordnen. „Nicht der erhobene Zeigefinger bewirkt unserer Erfahrung nach etwas“, macht Thomas Pfaffinger deutlich, „sondern vielmehr möchten wir erreichen, dass die Jugendlichen kritisch über sich selbst, ihre Werte und ihre Einstellungen ins Nachdenken kommen.“ Besonders eindrucksvoll ist die Aktion „Ein Schritt nach vorn“: Die Jungen und Mädchen werden aufgefordert, anhand pauschaler Aussagen in eine Rolle zu schlüpfen, zu der sie nun Fragen wie „Glaubst Du, dass Du viele Freunde hast?“ oder „Glaubst Du, dass Du Dir einen Urlaub leisten kannst?“ beantworten. Kann diese Frage mit „Ja“ beantwortet werden, geht es beispielsweise für „eine 20-Jährige mit Kopftuch“ einen Schritt nach vorne. Dies verdeutlicht den jungen Menschen, welche Zuordnungen in unseren Köpfen ablaufen, wie schnell wir dazu neigen, bestimmten Personengruppen Eigenschaften und Merkmale anzuheften – ohne Näheres über diese Menschen zu wissen. Ganz vorne finden sich schließlich Beschreibungen á la „Du bist 20 Jahre alt und Sohn eines Arztes“, während „Du sitzt seit Geburt an im Rollstuhl“ weiter hinten seinen Platz findet. Im  Auswertungsgespräch wird mit den Schülern darauf eingegangen, wie sie sich in ihrer Rolle gefühlt haben, wie leicht es ihnen fiel, Antworten auf die Fragen zu finden. Zumal sind einige von den Antworten ihrer Mitschüler sehr überrascht, hätten sie selbst so manche Frage doch ganz anders beantwortet – und damit der Rollenfigur zu einem anderen Platz in der Rangfolge verholfen. Eindrucksvoll, welch unterschiedliche Bilder in den jeweiligen Köpfen entstehen – jeweils begründet aus eigenen Erfahrungen und Erlebnissen.

Anschließend kommen noch junge Menschen zu Wort, die selbst Erfahrungen mit Alltagsrassismus und Diskriminierung gemacht haben. Anhand mehrerer Filmbeiträge erzählen diese – die oftmals in Deutschland geboren und hier aufgewachsen sind – von Anfeindungen aufgrund von Hautfarbe oder Aussehen. Ein  provokantes Sozialexperiment rundet die inhaltliche Auseinandersetzung ab: "Ausländer müssen hinten sitzen" – steht da auf dem Schild im Bus. Wie die Menschen darauf reagieren, ist erstaunlich. 2015 wurde dieses Experiment gewagt und mit versteckter Kamera verfolgt,  wie Mitfahrer hierauf reagieren. „Tolerierten die Menschen den Rassismus im Bus? Eine spannende Frage, die die Jungen und Mädchen aufwühlt und mit Sicherheit weiter beschäftigt“, berichtet Carola Schmidt.

Die Unterrichtseinheit mündet darin, dass die Schüler sich anhand von kurzen Rollenspielen weiter mit den Themen beschäftigen. Schließlich soll am Ende eine jede Klasse ein Drehbuch zum Projekt „Farbe bekennen! – Gegen Rassismus im Alltag“ erarbeiten und dieses in einen Wettbewerb mit den anderen Teilnehmern einreichen. Die Siegerklasse darf in die Bavaria Filmstudios nach München fahren. „Dort können die Jugendlichen dann erleben, wie aus ihrer Geschichte ein eigener Film wird“, erläutern die Fachkräfte.

Praktische Einblicke in demokratische Prozesse erhielten in den vergangenen Wochen die Schüler der Stephani-Mittelschule: Die Wahl der Schülersprecher stand an, die entsprechenden Kandidaten mussten verschiedene Phasen durchlaufen, um  letztlich in ihr Amt gewählt zu werden. In einer großen Wahlveranstaltung stellten sich diese schließlich in der Turnhalle der Schulgemeinschaft vor. Pelin Kayis (Klasse 10aM), Emilian Tuclea (9cM) und Niruban Nimalan (8b) gingen als Sieger hervor. Bei der Wahl wurden außerdem Stefanie Pitzer und Johannes Kergl als Vertrauenslehrer bestimmt.

Zuvor wurden in der Mittelschule durch die verantwortliche Lehrkraft Dunja Grünbaum und Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger (Diakonie Weißenburg-Gunzenhausen) potentielle Kandidaten für das Amt bei den Schülern abgefragt. Ein jeder konnte Vorschläge mit den Namen seiner Mitschüler, die er für das verantwortungsvolle Amt für geeignet hält, einreichen. Nach einigen Vorgesprächen sowie einem ersten Treffen blieben sieben Jungen und Mädchen übrig, die sich eine Kandidatur für den Posten ernsthaft zutrauten. Im Folgenden galt es, für sich Wahlwerbung zu betreiben. Hierzu gestalteten die Kandidaten eigenständig Plakate, auf denen sie sich kurz mit ihren Zielen vorstellten. Neben diesem Werbemittel suchten sogleich manche in den Pausen das Gespräch mit den Mitschülern und gingen hier auf Stimmenfang. „Einige der Kandidaten entwickelten einen großen Ehrgeiz. Sie nutzten sogar die sozialen Medien, um sich bei den Gleichaltrigen bekannt zu machen“, schildern Grünbaum und Pfaffinger.

Ihren großen Auftritt hatten die Kandidaten letztlich im Rahmen einer Wahlarena, die in der Stephani-Halle stattfand. Hier mussten sich die Jugendlichen auf der „großen Bühne“ präsentieren: Schon die Outfits der Teenager waren dem Anlass entsprechend angepasst, Hemd sowie Anzughose wurden aufgetragen, um auch optisch einen guten Eindruck zu machen. Schließlich stellte sich jeder der Kandidaten mit einer Rede vor, wobei die kreativen Vorschläge von einem Pizza-Tag, verschiedenen Sport-Turnieren, der Verpflegung in den Pausen bis hin zum Thema Integration reichten. Hernach musste sich ein jeder den teils kritischen Rückfragen der Schülerschaft stellen. Hier zeigte sich rasch, wer gut vorbereitet war. Witzige Sprüche sowie wenig durchdachte Ideen wurden – wie sich später bewies – beim Ankreuzen in den Original-Wahlkabinen, die durch die Stadt Gunzenhausen zur Verfügung gestellt wurden, gnadenlos abgestraft.

Die Auszählung der abgegebenen Stimmen übernahmen anschließend die Mitglieder der neu gegründeten Arbeitsgemeinschaft „Schülermitverantwortung“ (SMV). Hier engagieren sich motivierte Jungen und Mädchen, denen daran gelegen ist, Aktionen rund um das Schulleben zu organisieren. Dieser Gruppe gehören nun auch Pelin Kayis, Emilian Tuclea und Niruban Nimalan an. Als Schülersprecher bilden sie darüber hinaus ein wichtiges Bindeglied zwischen Schülern, Lehrern und Schulleitung, sie wirken an der Weiterentwicklung ihrer Schule mit, können eigene Ideen entwickeln und umsetzen.

Die Stephani-Mittelschule hat ein neues Schullogo:

Schullogo

Nach langem Suchen und vielen verschiedenen Entwürfen konnten sich schließlich alle Beteiligten auf dieses Logo einigen. Das Logo wird künftig auf allen amtlichen Veröffentlichungen der beiden Schulen verwendet werden.

15 Schüler üben am Standort der Stephani-Mittelschule in Gunzenhausen den Dienst als Streitschlichter aus. Hier agieren sie als Lotsen bei Konflikten und unterstützen ihre Mitschüler bei der Suche nach gewaltfreien Lösungen. Für die Ausbildung sowie die Begleitung der Jungen und Mädchen zeichnen sich die Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger (Diakonie) und Carola Schmidt (Landratsamt) verantwortlich.

Es ist Montagmorgen. Viele Schüler laufen gut gelaunt über den Pausenhof, erzählen ihren Freunden vom Wochenende, jedoch scheint für den Siebtklässler Matthias die Woche richtig mies gestartet zu sein: Schon beim Frühstück hat er sich mit seinen Eltern in die Haare gekriegt. Sie werfen ihm vor, dass er zu viel zocke und zu wenig für die Schule mache. Wie zur Bestätigung bekam Matthias dann gleich in der ersten Stunde seine Mathe-Schulaufgabe mit der Note 6 zurück. In dem 13-Jährigen staut sich immer mehr Frust auf. Beim Hinauslaufen in die Pause rempelt ihn noch Marina aus der Parallelklasse versehentlich an. Er merkt, wie er immer wütender wird. „Wenn ihm jetzt noch einer blöd kommt, dann knallt es“, denkt er sich. Und tatsächlich passiert es. Eigentlich ist Marc sein bester Freund, doch am Wochenende hat er bei FIFA19 – beim virtuellen Fußball spielen – gegen ihn verloren. „Na Du Loser“, begrüßt ihn dieser nun grinsend am Pausenhof. Eindeutig zu viel für Matthias: Er schubst seinen Freund in eine Ecke und geht mit erhobenen Fäusten auf ihn los.

Einige Schüler sehen dies, wollen die beiden Kontrahenten schon anfeuern: „Los, schlagt euch“, rufen ein paar. Doch die Streitschlichter Lea, Chiara und Nils sind schneller. Die drei sind Konfliktlotsen und laut aktuellem Dienstplan montags im Einsatz. Sie gehen rasch dazwischen,  trennen die beiden. Die Traube um die Streitenden löst sich schnell, die Streitschlichter gehen mit den Siebtklässlern in die Aula. Dort entscheiden sie, dass Lea und Nils den aktuellen Fall übernehmen und schlichten werden. Hierfür bringen sie die beiden ins Streitschlichter-Zimmer. Chiara Fischer, die Sprecherin der  15-köpfigen Gruppe, berichtet: „Wir haben ein Tafel-System, mit dem wir die Streitenden bei der Suche nach einer Lösung unterstützen.“ Dabei ist immer ein Streitschlichter der Schlichtungspartner für einen der Kontrahenten. Laut den Grundsätzen der Mediation sind „die Schüler selbst die Experten für ihren Konflikt“, weiß Sozialpädagoge Thomas Pfaffinger, der die Streitschlichter seit nunmehr zehn Jahren mit ausbildet.

Eine jede Schlichtung läuft in fünf Schritten ab: Einleitung/Begrüßung – Konfliktdarstellung – Konflikterhellung – Lösungssuche – Vereinbarung. Für jede Phase gibt es spezielle Tafeln sowie gelernte Methoden, mit denen die Streitschlichter Anleitung und Unterstützung geben. „Oftmals geht es eigentlich um Kleinigkeiten, die letztlich in verbalen oder auch körperlichen Auseinandersetzungen münden“, berichten Lea und Nils von ihren Erfahrungen.  „Konflikte sind ganz normal und gehören dazu, wenn Menschen zusammen kommen. Wichtig ist, wie wir mit ihnen umgehen – am besten natürlich gewaltfrei“, schildert Jugendsozialarbeiterin Carola Schmidt, die an der Altmühlfranken-Schule tätig ist. Einige Klassen sind am Standort der Mittelschule mit untergebracht.

Die Mediation von Matthias und Marc verläuft erfolgreich. Nachdem Matthias seinen Frust erzählt hat, kann Marc ihn sogar verstehen. Letztlich entschuldigt sich Matthias für sein Verhalten, beide vereinbaren noch, eine Revanche beim FIFA spielen. Eine gute Schlichtung, die eine sogenannte „win-win-Situation“ für alle Beteiligten mit sich bringt – das große Ziel einer jeden Schlichtung. „Nachteile für die Schüler gibt es bei uns keine“, untermauert Chiara Fischer abschließend. „Wir lösen die Konflikte im besten Fall ganz ohne Verweise, Stress und ohne die Beteiligung von Eltern und Lehrern.“

Während der Sommerferien 2019 wurde mit den Baumaßnahmen zur Neugestaltung des Pausenhofs der Stephani-Mittelschule begonnen. Die Arbeiten konnten bis zum Schuljahresbeginn 2019/20 nicht ganz abgeschlossen werden, daher müssen die Schüler an den ersten Schultagen dieses Schuljahres ihre Pause noch auf dem Hindenburgplatz verbringen.

Diese Baumaßnahme setzt die im Schuljahr 2018/19 durchgeführte Neugestaltung der Freisportanlage und des Pausenhofs der Stephani-Grundschule (auf dem Bild im Hintergrund) fort.

Und damit ist noch längst nicht der Schluss erreicht. Seit Beginn des Jahres 2019 laufen bereits die konkreten Planungen für die Generalsanierung des gesamten Schulgebäudes. Erste Planungsgespräche mit dem Architekturbüro Weinbrenner und der Regierung von Mittelfranken, die die die Sanierungsmaßnahme finanziell unterstüztzen soll, sind bereits gelaufen.

Die Sommerferien gehen zu Ende. Wenn am kommenden Dienstag die Schule wieder beginnt, geht es für viele Fünftklässler in einen neuen Lebensabschnitt. Die Grundschulzeit liegt nun hinter ihnen, sie müssen sich an einer weiterführenden Schule zu Recht finden. Um ihnen diesen Einstieg zu erleichtern, erwarten die 60 Jungen und Mädchen an der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen speziell zu StartHelfern ausgebildete Neuntklässler. Die Tutoren sind bestens vorbereitet, um die Neuen an der Schule zu begrüßen: Gleich am ersten Tag kommen sie mit in die Klassen und heißen die Fünftklässler mit einem Kennenlern-Spiel willkommen. Am folgenden Tag gibt es dann eine Rallye durch das Schulhaus. „Wir möchten den jüngeren Schülern einen ersten Überblick über wichtige Anlaufstellen geben und ihnen mit den StartHelfern kompetente Ansprechpartner zur Seite stellen“, macht Jugendsozialarbeiter Thomas Pfaffinger deutlich.  Im Anschluss gibt es bis zu den Herbstferien wöchentlich eine Aktion, die die älteren Schüler vorbereiten und durchführen.

Starthelfer 2019_2010

Die Fotos zeigen die StartHelfer-Teams für die jeweiligen 5. Klassen.

Die Stadt Gunzenhausen organisiert unter der Federführung von Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher und Meyrav Kopito in den Jahren 2019 und 2020 eine Jugendbegegnung mit Jugendlichen aus der Stadt Rishon LeZion (bei Tel Aviv-Jaffa) in Israel.

In der Zeit vom 20. bis 27. Juli 2019 kamen zwölf Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren mit zwei Betreuern nach Gunzenhausen. Auf dem Programm standen Begegnungen mit Jugendlichen aus Gunzenhausen, Freizeitaktivitäten am Altmühlsee, Ausflüge in die nähere Umgebung, eine Fahrt nach Nürnberg und Besuch des Dokumentationszentrums mit Aufarbeitung der Shoah sowie eine Kanutour. Die Jugendlichen waren anfangs in der Jugendherberge und später in Gastfamilien untergebracht.

Im Zuge dieser Begegnung, an der auch Schüler unserer Schule teilnahmen, fand am Montag, 22. Juli 2019 auch ein Besuch der Gruppe aus Israel in der Stephani-Mittelschule statt. Die Gäste aus Israel besuchten die Klassen 7b, 7cM, 8a und 8cM und tauschten sich mit den deutschen Schülerinnen und Schülern aus. Kleine Kennenlernspiele erleichterten hierbei den Einstieg. Anfangs befürchtete Sprachprobleme (Verkehrssprache war Englisch) erwiesen sich im Nachhinein als weniger gravierend wie befürchtet.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa fand ein Sportturnier in der Turnhalle und auf der Sportfreifläche der Schule statt. Hierbei war der Altersvorsprung der Jugendlichen aus Israel deutlich spürbar. Sowohl beim Basketball als auch beim Fußball hatten unsere Mannschaften Schwierigkeiten mit den Gästen mitzuhalten.

In den Pfingstferien 2020 ist dann ein Gegenbesuch in Israel geplant. Zehn Jugendliche aus Gunzenhausen werden dann nach Israel reisen und dort Rishon LeZion und Umgebung näher kennenlernen.

Am Donnerstag, 18. Juli 2019 wurden die Entlassschüler der Stephani-Mittelschule in der Aula der Schule verabschiedet. Um 17.00 Uhr fand dazu ein Entlassgottesdienst statt, der von Gemeindereferent Martin Kellberger und Lehramtsanwärterin Gwen Skarupa vorbereitet worden war.

Um 17.45 Uhr stellten sich dann alle Schüler und Schülerinnen mit ihren Lehrkäften zu einem Gruppenfoto vor der Schule auf und zogen dann wieder gemeinsam in die Aula ein. Schulleiterin Sandra Wißgott begrüßte die anwesenden Ehrengäste sowie die Eltern, Schüler und Schülerinnen und alle Lehrkräfte und hielt anschließend die Abschiedsrede. Im Namen de Elternbeirats sprach die stellvertretende Vorsitzende Tamara Fischer ein paar Worte zu den Entlasschülern. Besonders erfolgreiche Schülereinnen erhielten noch ein kleines Geschenk vom Förderverein der Schule und von den ortsansässigen Banken.

 

Am Donnerstag, dem 4. Juli 2019 fand eine Begegnung von Schülern der Klasse 7a der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen mit Jugendlichen aus der Stadt Karmiel in Israel statt. Nach einem gemeinsamen Mittagessen in der Mensa der Schule starteten alle zu einer Stadtführung mit dem Schwerpunkt „Jüdisches Leben in Gunzenhausen“. Die Stadtführerin, Frau Hartung, konnte in diesem Bereich auch für unsere einheimischen Schüler noch viele interessante Aspekte aufzeigen. In der evangelischen Stadtkirche hörten die Gäste aus Israel dann noch eine kleine, aber sehr beindruckende Kostprobe der Kirchenorgel.

Karmiel Flowers

Zurück in der Schule fand dann noch ein gemeinsamer Tanzworkshop statt, der besonders unsere weiblichen Schülerinnen sehr beeindruckte. „Wann machen wir so etwas auch einmal?“ war die häufigste Frage. Die Begegnung endete mit einer äußerst beeindruckenden Tanzvorführung der Gäste aus Karmiel. Ein besonderer Dank gilt Frau Eva Haller von der Europäischen Janusz Korczak Akademie, die diese Jugendbegegnung erst ermöglichte.

 

Die Stadt Gunzenhausen verlieh am Dienstag, 19. März 2019 um 19.00 Uhr im Haus de Gastes, Markgrafensaal den 1. Kulturpreis der Stadt Gunzenhausen an Franz Müller, einen ehemaligen Rektor der Stephani-Mittelschule und an Emmi Hetzner, eine ehemalige Lehrerin der Stephani-Mittelschule für ihr Projekt "Jüdisches Leben in Gunzenhausen" in den Jahren 2000 bis 2016. Mit Schülern wurden Informationen zu jüdischen Familien und deren Häusern in Gunzenhausen zusammengetragen und auf einer eigens dafür eingerichteten Internetseite dokumentiert.

Im Rahmen einer Feierstunde wurden nun 21 Jungen und Mädchen der Stephani-Mittelschule Gunzenhausen und der Altmühlfranken-Schule Weißenburg-Gunzenhausen offiziell in ihren Dienst als Streitschlichter eingeführt. Zuvor hatten die Jungen und Mädchen eine anspruchsvolle Ausbildung durchlaufen, die in einem 4-tägigen Seminar-Aufenthalt in Heidenheim gipfelte (wir berichteten) und ihren Abschluss mit der Ernennungsfeier fand. Zahlreiche Ehrengäste lobten das Engagement der jungen Leute und hoben die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Tätigkeit hervor.

 

Referent Ilan Katz

Die Stadt Gunzenhausen plant unter der Federführung von Stadtjugendpfleger Helmar Zilcher und Meyrav Kopito in den Jahren 2019 und 2020 eine Jugendbegegnung mit Jugendlichen aus der Stadt Rishon LeZion (bei Tel Aviv-Jaffa) in Israel.

Ende Juli 2019 werden dreizehn Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren mit zwei Betreuerinnen nach Gunzenhausen kommen. Die Jugendlichen werden in Gastfamilien untergebracht. In den Pfingstferien 2020 findet der Gegenbesuch in Israel statt. Dreizehn Jugendliche aus Gunzenhausen werden dann nach Israel reisen und dort Rishon LeZion und Umgebung näher kennenlernen. 

Im Vorfeld des Austausches fand in der Stepahani-Mittelschule Gunzenhausen eine Vortragsreihe zum Thema "Israelische Identität" mit dem Referenten Ilan Katz aus Israel statt. Ilan Katz informierte am Mittwoch, 27. Februar 2019, von 8:00 bis 13:00 Uhr Schüler aus neun Klassen der Stephani-Mittelschule in drei Vorträgen zur Thematik "Leben, Kultur und Religion und Israel". Daneben kam auch seine persönliche Lebensgeschichte nicht zu kurz.

Um 18.00 Uhr hatte dann 1. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz am Austausch interessierte Familien in das Lehrerzimmer der Schule eingeladen.

Um 19:00 Uhr folgte dann ein öffentlicher Vortrag auf gemeinsame Einladung der Schule und des Schulfördervereins hin in der Aula. Zahlreiche Gäste ließen sich in einem ähnlichen, äußerst kurzweiligen Vortrag über Israel und und Judentum informieren.

Ein herzlicher Dank ergeht an den Referenten Ilan Katz sowie an Pfarrer Matthias Knoch aus Gräfensteinberg für die Vermittlung der Vortragsreihe.

Sandra Wißgott, Rektorin